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Bürgerinitiative Oderberger Straße

Berliner Kurier 26.10.2007

Oderberger Straße. Der Sieg der Anwohner

Die Umbaupläne sind vom Tisch

Olaf Sonnenberg

Prenzlauer Berg – Die höchst umstrittenen Umbaupläne für die Oderberger Straße sind vom Tisch: Das Bezirksparlament hat am Mittwochabend die bisherige Vorlage gekippt.

Ein glatter Sieg für die Anwohner: Die hatten sich seit Monaten vehement gegen den drohenden Kahlschlag gewehrt, dem Dutzende begrünte Kübel, Hochbeete und Bäume zum Opfer fallen sollten. Oskar Neumann (36), Sprecher der Bürgerinitiative Oderberger Straße: "Wenn man hier – wie bisher geplant – alles schickt macht, Schinkelleuchten aufstellt, ist die Straße tot."

Tatsächlich ziehen zahlreichen Zweite-Hand-Läden, Cafés wie das "Ost-Fee" oder der Eis- und Gebrauchtwarenladen "Kauf dich glücklich" im leicht morbiden Umfeld ein buntgemischtes Publikum an. "Die Kraut-und-Rüben-Optik muss bleiben, sag deshalb auch Oskar Cerezo vom Lampenladen "Lampensitz".

Zu dieser Einsicht kamen schließlich auch die Bezirkspolitiker: Ein "über die Grenzen des Bezirks bekanntes Aushängeschild" sei die Oderberger, befand der bezirkliche Verkehrsausschuss, der sich zuvor mit den Umbauplänen befasste. Seine Empfehlung: Wenn etwas verändert wird, müssen die Bürger mitreden.

So kam es auch: Mit großer Mehrheit kippte die BVV die bisher vorgelegten Pläne. "Die taugten nichts", sagte der zuständige Stadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne). Fest steht: Mindestens 90 Prozent des Grüns müssen erhalten bleiben. Die Schlaglöcher sollen allerdings verschwinden.

Berliner Kurier, 26.10.2007

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